[Tutorial] Webcam-Livestreaming mit dem Raspberry Pi
Hallo zusammen!
Heute wollen wir verschiedene Möglichkeiten vorstellen, wie man einen Livestream vom Raspberry Pi aus versenden kann. Wir setzen hier eine ânormaleâ USB-Webcam voraus, nicht die spezielle Pi-Cam.
Vorneweg möchten wir noch eine Bemerkung zu mjpeg-Streams machen. Eigentlich sind sie eine relativ gute Lösung, um insbesondere mit wenig CPU-Aufwand auf dem Pi zu brauchbaren Ergebnissen zu kommen.
Allerdings ist das Format scheinbar nicht wirklich standardisiert, d.h. ein mjpeg-Stream von motion (s.u.) wird von Chrome nicht angezeigt, einer von mjpg_server aber schon – so zumindest unsere Erfahrung. Internet Explorer zeigt gar keine an, Firefox alle. (Eine mögliche Lösung.)
Webm- und Ogg-Streams haben zwar den Vorteil von allen modernen Browsern angezeigt zu werden, ohne dass ein zusĂ€tzlicher Aufwand betrieben werden mĂŒsste, aber der kleine Pi kommt ganz schön ins Schwitzen beim Berechnen des Streams; schon wenn er nur das macht, stockt der Stream und noch irgendwas anderes gleichzeitig auf dem Pi laufen zu lassen, wird dann undenkbar.
Aber genug der Vorrede.
1) ffserver und ffmpeg
Hier mĂŒssen wir vorrausschicken, dass dies zwar die wohl flexibelste und leistungsfĂ€higste Methode ist, aber leider hat sie fĂŒr den Pi einen zu hohen Ressourcenverbrauch bzw. der Pi ist herfĂŒr zu schwach. Hiermit ist es möglich alle erdenklicken Arten von Stream zu senden (webm, ogg, asf, swf..), was aber mit erheblichem Rechenaufwand verbunden ist. Gerade webm und ogg wĂ€ren aber an sich interessante Varianten, da moderne Browser sie ohne zusĂ€tzliche PlugIns etc. direkt abspielen können (s.o.).
Aber wir schreiben diese Möglichkeit trotzdem mal auf, denn vielleicht haben wir einfach zu wenig rumprobiert und man kann Einstellungen finden, mit denen das flĂŒssig auch vom Pi aus lĂ€uft. Bitte melden, wer eine Möglichkeit kennt đ
Da das ffmpeg-Paket, dass man ĂŒber das Raspbian-Paketmanagement installieren kann, nicht die entsprechenden Codecs mitbringt, muss man erstmal ffmpeg auf dem Pi selber bauen (sorry, aus LizenzgrĂŒnden können wir das erhaltene deb nicht veröffentlichen; das Kompilieren dauert aber auch nur ca. 5h..).
Wir haben uns an dieser Anleitung orientiert.
Zusammengefasst heiĂt das:
[spoiler]
sudo aptitude update
sudo aptitude -y install autoconf automake build-essential git libass-dev libgpac-dev
libsdl1.2-dev libtheora-dev libtool libva-dev libvdpau-dev libvorbis-dev libx11-dev
libxext-dev libxfixes-dev pkg-config texi2html zlib1g-dev
checkinstall yasm libmp3lame-dev libopus-dev
mkdir ~/ffmpeg_sources
cd ~/ffmpeg_sources
git clone –depth 1 git://git.videolan.org/x264.git
cd x264
./configure –prefix=“$HOME/ffmpeg_build“ –bindir=“$HOME/bin“ –enable-static
make
sudo checkinstall
cd ~/ffmpeg_sources
git clone –depth 1 git://github.com/mstorsjo/fdk-aac.git
cd fdk-aac
autoreconf -fiv
./configure –prefix=“$HOME/ffmpeg_build“ –disable-shared
sudo checkinstall
cd ~/ffmpeg_sources
git clone –depth 1 http://git.chromium.org/webm/libvpx.git
cd libvpx
./configure –prefix=“$HOME/ffmpeg_build“ –disable-examples
make
sudo checkinstall
cd ~/ffmpeg_sources
git clone –depth 1 git://source.ffmpeg.org/ffmpeg
cd ffmpeg
PKG_CONFIG_PATH=“$HOME/ffmpeg_build/lib/pkgconfig“
export PKG_CONFIG_PATH
./configure
–extra-cflags=“-I$HOME/ffmpeg_build/include“Â –extra-ldflags=“-L$HOME/ffmpeg_build/lib“
–bindir=“$HOME/bin“ –extra-libs=“-ldl“ –enable-gpl –enable-libass –enable-libfdk-aac
–enable-libmp3lame –enable-libopus –enable-libtheora –enable-libvorbis
–enable-libvpx   –enable-libx264 –enable-nonfree –enable-x11grab
make
sudo checkinstall
[/spoiler]
Geschafft đ
Nun heiĂt es eine ffserver.conf-Datei den eigenen AnsprĂŒchen entsprechend zu erzeugen. Anhaltspunkte dafĂŒr finden sich hier.
Prinzipiell funktioniert das mit ffserver so: ffserver selbst wird durch eine angegebene Config-Datei eingestellt und hört auf einen dort angegeben Port und stellt entsprechend der Konfiguration verschiedene Streams parat; eine ffmpeg-Instanz muss dann gestartet werden und dem ffserver den Videostream schicken, der dann ggfs. umgewandelt und weitergeschickt wird. D.h. man braucht eine Config-Datei und Befehle, um ffserver und ffmpeg entsprechend zu starten.
Hier geben wir mal drei Konfigurationen und entsprechende Befehlszeilen als Beispiel vor:
FĂŒr WEBM:
[spoiler]
Inhalt von ffserver.webm.conf:
Port 8090
BindAddress 0.0.0.0
MaxClients 10
MaxBandwidth 50000
NoDaemon
<Feed webcam.ffm>
file webcam.ffm
FileMaxSize 10M
</Feed>
<Stream webcam.webm>
Feed webcam.ffm
Format webm
AudioCodec vorbis
AudioBitRate 64
VideoCodec libvpx
VideoSize 368Ă288
# VideoFrameRate 25
VideoFrameRate 4
AVOptionVideo flags +global_header
AVOptionVideo cpu-used 0
AVOptionVideo qmin 10
AVOptionVideo qmax 42
AVOptionVideo quality good
AVOptionAudio flags +global_header
PreRoll 15
StartSendOnKey
VideoBitRate 400
</Stream>
Aufruf:
$ ffserver -f ffserver.webm.conf & ffmpeg -v verbose -r 5 -s 320Ă240 -f video4linux2 -i /dev/video0 -f lavfi -i aevalsrc=0 -c:a libmp3lame http://localhost:8090/webcam.ffm
[/spoiler]
FĂŒr OGG:
[spoiler]
Inhalt von ffserver.ogg.conf:
Port 8090
BindAddress 0.0.0.0
MaxClients 10
MaxBandwidth 50000
NoDaemon
<Feed webcam.ffm>
file webcam.ffm
FileMaxSize 10M
</Feed>
<Stream webcam.ogg>
Feed webcam.ffm
Format ogg
VideoFrameRate 24
VideoSize 576Ă432
VideoBitRate 512k
VideoBufferSize 1024
AudioSampleRate 44100
AudioChannels 2
AudioBitRate 64k
AudioCodec libvorbis
VideoCodec libtheora
VideoQMin 1
VideoQMax 31
VideoGopSize 12
Preroll 0
AVOptionVideo flags +global_header
AVOptionAudio flags +global_header
</Stream>
Aufruf:
$ ffserver -f ffserver.ogg.conf & ffmpeg -v verbose -r 5 -s 640Ă480 -f video4linux2 -i /dev/video0 -f lavfi -i aevalsrc=0 -c:a libvorbis http://localhost:8090/webcam.ffm
[/spoiler]
FĂŒr MJPG:
[spoiler]
Inhalt von ffserver.mjpg.conf:
Port 8090
BindAddress 0.0.0.0
MaxClients 10
MaxBandwidth 50000
NoDaemon
<Feed webcam.ffm>
file webcam.ffm
FileMaxSize 10M
</Feed>
<Stream webcam.mjpeg>
Feed webcam.ffm
Format mpjpeg
VideoFrameRate 1
#VideoBitRate 2048
#VideoBufferSize 4096
VideoSize 320Ă240
VideoQMin 3
VideoQMax 10
NoAudio
Strict -1
</Stream>
Aufruf:
$ ffserver -f ffserver.webm.conf & ffmpeg -v verbose -r 5 -s 320Ă240 -f video4linux2 -i /dev/video0 -f lavfi -i aevalsrc=0 -c:a libmp3lame http://localhost:8090/webcam.ffm
[/spoiler]
2) motion
Motion ist schnell eingerichtet und verbraucht mit durchschnittlich rund 5% CPU-Last recht wenig Ressourcen. Von Nachteil ist, dass man hiermit nur mjpeg-Streams erzeugen kann.
Zum Einrichten installiert man:
$ sudo aptitude install motion fswebcam
Und Àndert dann den Inhalt von /etc/default/motion zu:
start_motion_daemon=yes
In der Datei /etc/motion/motion.conf kann man weitere Einstellungen vornehmen. GeÀndert haben wir aber erstmal nur folgende Zeilen:
daemon on
…
webcam_localhost off
Die letzte Zeile sorgt dafĂŒr, dass der motion-Server auch auĂerhalb des Pi aufrufbar ist, dann ist der Stream unter: http://raspberrypi.local:8081/ zu sehen.
3) mjpg_server
FĂŒr diese Lösung gibt es kein fertiges Paket und man muss wieder selbst kompilieren. Ist aber in diesem Fall schnell und einfach erledigt und man wird mit einer sehr Ressourcen sparenden Lösung belohnt.
mjpg_server bauen & installieren mit folgenden Befehlen:
$ sudo aptitude install subversion imagemagick libv4l-dev libjpeg8-dev
$ svn checkout svn://svn.code.sf.net/p/mjpg-streamer/code/ mjpg-streamer-code
$ cd mjpg-streamer-code/mjpg-streamer
$ make USE_LIBV4L2=true all
$ sudo checkinstall
Mit folgendem Befehl kann man schauen, welche Pixel-Formate von der angeschlossenen Webcam geliefert werden können. In der Regel ist das YUYV und MJPG:
$ uvcdynctrl -f -d video0
Und dann starten mit (die Werte natĂŒrlich denen der Webcam anpassen):
$ mjpg_streamer -i „/usr/local/lib/input_uvc.so -d /dev/video0 -r 640×480 -f 1“ -o „/usr/local/lib/output_http.so -p 8090 -w /var/www/mjpg_streamer“
Danach ist der Stream unter der IP des Raspberry und Port 8090 erreichbar. Ein beispielhafter Aufruf im Browser könnte dann folgendermaĂen aussehen (IP anpassen):
http://127.0.0.1:8090/?action=stream
Wenn die Cam nur YUYV unterstĂŒtzt, muss beim Aufruf vom mjpg_server noch das „-y“-Flag gesetzt werden. Er ĂŒbernimmt dann die Umwandlung. Das kostet allerdings ca. 15-20% CPU-Last; unterstĂŒtzt die Cam direkt MJPG, dann verbraucht dieser Server fast keine CPU-Ressourcen.
Und nun: Viel SpaĂ beim Streamen đ
[Last Edit: 18.06.2014]

Hallo,
vielen Dank fĂŒr das super Tutorial!!! Echt klasse gemacht!!!
Leider funktioniert die Lösung mit mjpg_server bei mir nicht, da ich bei „make USE_LIBV4L2=true all“ folgende Fehlermeldung erhalte:
make: *** No rule to make target `all‘. Stop.
Wenn ich den Befehl mit sudo eingebe erhalte ich folgende Fehlermeldung:
make: *** No targets specified and no makefile found. Stop.
Mache ich hier was falsch oder fehlt hier noch was?
Hier noch ein paar Daten:
Hardware: Raspberry Pi Modell B
System: Raspbian Wheezy (Version vom 07.01.2014)
WĂ€re fĂŒr jede Hilfe Dankbar
MfG
BotLike
Hallo BotLike,
schön, dass es Dir gefĂ€llt đ
Ich vermute, Du bist nicht in das Verzeichnis gewechselt, in das Du die mjpg-streamer-Quellen geladen hast? Dem Tutorial entsprechend sollte das „mjpg-streamer-code“ heiĂen und in dem Verzeichnis sein, in dem Du den „svn checkout …“-Befehl ausgefĂŒhrt hast.
(Der Schritt war aber auch nicht erwĂ€hnt.. Danke fĂŒr den Hinweis, ich werde das ergĂ€nzen.)
GruĂ gibbsnich
Hallo gibbsnich,
bin leider erst heute dazu gekommen das ganze erneut zu testen, leider bringt es nichts in den Ordner zu wechseln…
Hier ein kleiner Auszug:
A mjpg-streamer-code/mjpeg-client/bin/win32_upx
A mjpg-streamer-code/mjpeg-client/bin/win32_upx/viewer.exe
U mjpg-streamer-code
Checked out revision 182.
pi@raspberrypi ~ $ cd mjpg-streamer-code
pi@raspberrypi ~/mjpg-streamer-code $ make USE_LIBV4L2=true all
make: *** No rule to make target `all‘. Stop.
OK ich habs nun.. đ
mann muss nicht in den Ordner „mjpg-streamer-code“ wechseln, sondern in den unter Ordner „mjpg-streamer“ also sprich die Anleitung wĂŒrde dann so aussehen:
sudo aptitude install subversion imagemagick libv4l-dev libjpeg8-dev
svn checkout svn://svn.code.sf.net/p/mjpg-streamer/code/ mjpg-streamer-code
cd mjpg-streamer-code/mjpg-streamer
make USE_LIBV4L2=true all
Wer nun wie ich raspian als system nutzt muss noch checkinstall mit folgendem Befehl installieren:
sudo aptitude install checkinstall
AnschlieĂend mit der Anleitung weitermachen mit:
sudo checkinstall
Allerdings kann nun dass package nicht erstellt werden:
Copying files to the temporary directory…OK
Stripping ELF binaries and libraries…OK
Compressing man pages…OK
Building file list…OK
Building Debian package… FAILED!
*** Failed to build the package
Das Logfile spuckt folgende Meldung aus:
dpkg-deb: error: parsing file ‚/var/tmp/tmp.DzTO0pbhKF/package/DEBIAN/control‘ near line 7 package ‚mjpg‘:
error in Version string ’streamer-1′: version number does not start with digit
/var/tmp/tmp.DzTO0pbhKF/dpkgbuild.log (END)
Irgendeine Idee?
MfG
BotLike
Hallo BotLike,
dass *ich* da noch einen Extra-Ordner hinzugefĂŒgt hatte, hatte ich wohl vergessen -.- Schön, dass das nun geklappt hat!
checkinstall fragt direkt nach dem Start ein paar Eigenschaften der zu installierenden Software ab. Eigentlich sind alle Defaults erstmal gut, nur bei der Versionsnummer darf nur eine Zahl (und Punkte . und das „Minus“ -, glaube ich) stehen. Das ĂŒbernimmt checkinstall falsch und man muss diesen Wert (wie in diesem Beispiel) oft noch anpassen.
LG, gibbsnich
Hallo,
Danke erstmal fĂŒr dein tolles Tutorial, aber mal eine Frage – funktionieren bei Dir die Streams wenn Du sie via Browser aufrufst? (gerade webm und ogg).
Ich weiĂ das ist nicht so ’ne tolle Frage aber ich erklĂ€re Dir am Besten mal was ich vor habe, und zwar möchte ich via RaspPi ein Videostream machen, Sprich ĂŒber Webcam (/dev/video0) einlesen, und es dann Streamen und via HTML5 Player ausgeben und da bietet sich ja webm bzw. ogg sehr gut an.
Nur ladet bei mir z.B der Stream gar nicht, oder spielt es eher schlecht als recht ab auch wenn ich deine Tutorials 1:1 anwende. đ
Also geht gar nicht oder eher schlecht? đ
Ich zitiere mal den Artikel — Absatz „ffmpeg“:
Hier mĂŒssen wir vorrausschicken, dass dies zwar die wohl flexibelste und leistungsfĂ€higste Methode ist, aber leider hat sie fĂŒr den Pi einen zu hohen Ressourcenverbrauch bzw. der Pi ist herfĂŒr zu schwach. […]
Aber wir schreiben diese Möglichkeit trotzdem mal auf, denn vielleicht haben wir einfach zu wenig rumprobiert und man kann Einstellungen finden, mit denen das flĂŒssig auch vom Pi aus lĂ€uft. Bitte melden, wer eine Möglichkeit kennt đ
D.h. es wird darauf hinauslaufen, dass Du an den Einstellungen rumspielen musst und schauen musst, ob dabei was rauskommt, was a) schnell genug berechnet wird, b) ausreichende QualitĂ€t hat. Dabei kann auch rauskommen, dass Du mit dem Pi eine zu schwache Plattform fĂŒr Deine gewĂŒnschte Anwendung gewĂ€hlt hast.
Die relevanten Einstellungen wÀren wohl v.a.:
VideoSize 368Ă288
VideoFrameRate 4
AVOptionVideo qmin 10
AVOptionVideo qmax 42
AVOptionVideo quality good
VideoBitRate 400
Ich wĂŒrde mich freuen, wenn Du uns Deine Einstellungen mitteilst, wenn Du gute gefunden hast!
So long..
Soweit alles ok, nur woher kommt eigentlich das Device /dev/video0? Bei mir gibt es das nach der Installation nicht.
Die Kamera funktioniert, ich habe mit raspistill ein Bild aufnehmen können?
Hast Du da eine Idee?
GruĂ und Dank
Hi Lutz,
soweit ich gelesen habe [0], ist raspistill fĂŒr das RasPi-Kamera-Modul gedacht. Verwendest Du das RasPi-Kamera-Modul?
Wie am Anfang des Tutorials erwĂ€hnt wurde, verwenden wir hier *nicht* das Kamera-Modul speziell fĂŒr den RasPi, sondern eine „normale“ USB-Kamera. Welche GerĂ€tknoten in diesem Fall erzeugt werden, weiĂ ich nicht; sollte aber auch ĂŒber [0] erfahrbar sein.
HTH, gibbs
[0] https://www.raspberrypi.org/documentation/usage/camera/raspicam/raspistill.md
Hallo,
bisher habe ich nur den zweiten Weg probiert, also mit motion. Eine Frage vorweg: welche Version vom Pi habt Ihr genommen? Und wie waren die QualitÀtseinstellungen (Auflösung, Wiederholrate).
Im Artikel steht, dass nur etwa 5% CPU-Last erzeugt wird, dass ist bestimmt auf Standardauflösung und -Wiederholrate bezogen. Bei mir ist das deutlich mehr, allerdings wollte ich etwas höhere QualitĂ€t. Ich habe das ganze mit einem RPi B und einem RPi B2 probiert, mit Ă€hnlichen Ergebnis. Wenn die BildĂ€nderung zu groĂ (Licht im Raum an/ausschalten, Kamera schwenken, …) ist, kommt es zum Crash. Die Betriebs-LED der Kamera geht aus und bei htop verschwinden die EintrĂ€ge. Ich weiĂ nicht, warum das passiert. Beim RPi B2 gehts automatisch weiter, beim RPi B muss ich den Dienst neustarten. Die Kamera ist eine Microsoft VX-800.
Die voreingestellte Auflösung (352×288) ist mir zu gering, 640×480 sollten es schon sein. Und 25fps wĂ€re auch gut. Schafft dass der Pi generell nicht oder habe ich irgendetwas ver-konfiguriert? Prinzipiell funktioniert es ja (Standardauflöung und 25fps kommen flĂŒssig und mit nur geringer Verzögerung; 640×480 unf 25fps fĂŒhren zu einem merklichen Delay)
WofĂŒr wird eigentlich fswebcam benötigt, Kamera starten und Streamen ging glaube ich auch ohne (habe fswebcam erst spĂ€ter installiert, vielleicht war aber auch eine alte Version schon drauf). Ich habe was von wegen Bilder speichern gelesen.
Vielleicht gibt es mittlerweile auch andere Möglichkeiten, einen Videostream mit „besserer“ Auflösung und 25fps zu bekommen.
Vielen Dank fĂŒr den Artikel und Eure Zeit
Peter
p.s.: verwendet habe ich auf beiden RPi raspbian-jessie (2015-09-24, update/upgrade, nur motion, htop und fswebcam installiert, lĂ€uft ohne Desktop, per SSH/Browser ĂŒber Kabelnetzwerk)
letzte Variante der Conf:
daemon on
stream_localhost off
framerate 25
stream_maxrate 25
width 640
height 480
Hi Peter,
danke Dir fĂŒr Deinen Kommentar!
Ich hatte es damals auch mit dem B-Modell getestet. Wie beschrieben hatte ich das damals mit den Default-Werten am Laufen, also auch mit geringer Auflösung. War fĂŒr meine Zwecke dann OK, deswegen kann ich eigentlich gar nicht viel dazu sagen, wie die Performance mit verĂ€nderten Einstellungen ist. Da wirst Du wohl ein wenig rumprobieren mĂŒssen. Da kann ich Dich ansonsten nur auf die entsprechende man-Page von motion verweisen. Eine Idee wĂ€re vielleicht noch, mal die neueste Version von motion im Quelltext runterzuladen und die Software mal selbst zu kompilieren –vielleicht kannst Du auch bei den Compiler-Flags die Optimierungen hochschrauben; vielleicht wurden Optimierungen eingebaut, die noch nicht in der von Distro mitgelieferten motion-Variante enthalten sind. Ich weiĂ aber nicht, ob ich mir davon allzu viel versprechen wĂŒrde; auf jeden Fall keine Wunder, der Pi ist halt nicht das Schnellste. Wie immer gilt: Probieren geht ĂŒber studieren đ
Auch wegen des Crashs kann ich leider nur spekulieren; das kann viele GrĂŒnde haben.
Am besten Du startest motion mal mit -d und schaust Dir die Debug-Ausgaben an bzw. postest die Ausgabe nochmal hier, wenns Dir nichts sagen sollte.
Viel SpaĂ & GruĂ
gibbs
Nachtrag:
Versuch Nummer Drei auf einem Shuttle XS35GSV3L (mit 4GB RAM und Ubuntu 14.04.3) bringt ein sehr zufriedenstellendes Ergebnis! Die Hardware lĂ€sst sich natĂŒrlich nicht mit einem RPi vergleichen, ist ja auch einiges teurer/gröĂer.
aktueller Stand:
Auflösung: 640×480
50fps (ist eingestellt als Schranke, keine Ahnung, was wirklich kommt)
Das Video kommt flĂŒssig, mit minimaler Verzögerung, es gibt keine AbstĂŒrze, egal, was ich mit der Kamera oder dem Licht im Raum anstelle.
Habt Ihr noch Ideen, wie das mit dem RPi besser klappt oder kann ich die Hoffnung dazu verbuddeln?
Viele GrĂŒĂe und Danke =)
p.s.:
genauere Infos zum GerÀt:
http://www.hardwareversand.de/Intel/77841/Shuttle+XS35GSV3L+schwarz.article
@Mods: könnt Ihr meine beiden Kommentare bitte mergen
Hallo!
Super Guide da ich noch AnfĂ€nger bin hab ich dennoch meine Probleme…
2) motion
hab alles nach Anleitung bearbeitet habe aber das Problem das ich mir den Stream nicht ĂŒber meinen Laptop im local anzeigen lassen kann?
Wie macht man sowas ?
Hallo,
wenn Du alles nach Anleitung gemacht hast, sollte es schon funktionieren đ
Wichtig sind die Ănderungen in den genannten Dateien: sie a) aktivieren das motion-Programm als DĂ€mon, d.h. es lĂ€uft im automatisch im Hintergrund; b) sorgen dafĂŒr, dass der vom DĂ€mon erzeugte Stream „nach auĂen“ erreichbar gemacht wird.
Also in /etc/default/motion:
start_motion_daemon=yes
In /etc/motion/motion.conf:
daemon on
webcam_localhost off
stream_port 8081
(Da stehen jeweils noch andere Sachen drin, dies sind nur die Zeilen, die auf jeden Fall so sein mĂŒssen und geĂ€ndert werden mĂŒssen. AuĂer die stream_port-Zeile, diese sollte schon vorher so drin gestanden haben.)
Wenn Du diese Ănderungen gemacht hast, ist es wahrscheinlich am einfachsten den Pi neuzustarten, damit motion entsprechend gestartet wird.
Dann musst Du wissen, welche IP-Adresse dein Pi von Deinem Router bekommen hat (wahrscheinlich sowas wie 192.168.1.111) — das ist je nach Router/Konfiguration unterschiedlich. Wenn dann Dein Router nicht so eingestellt ist, dass er Verkehr zwischen NetzgerĂ€ten innerhalb Deines Netzes verbietet (jaja, sowas solls geben, keine Ahnung wozu đ ), solltest Du unter z.B. http://192.168.1.111:8081 (im Browser Deiner Wahl einzugeben) den Stream betrachten können.
Wenn das nicht tut: Versuche zuerst, ob du den Pi ĂŒberhaupt erreichen kannst (ping 192.168.1.111) und dann ob der Port (z.B. 8081) offen ist (z.B. mit einem Tool wie nmap, Aufruf wĂ€re: nmap -sV -p 8081 192.168.1.111, glaube ich).
Viel GlĂŒck!
Gut bin nochmal alles durch gegangen,
habe den Port geÀndert in den config
Adresse die ich ĂŒber Firefox ansurfe
196.168.1.2:1470
Dort kommt nur kurz nen weiĂes Fenster und wechselt auf einen Verbindungsfehler
Meldung SSH-2.0-OpenSSH_6.0p1 Debian-4+deb7u2
EDIT:
192.168.1.2 lautet die IP des PI
Diese ist fest verankert im Router durch feste IP (MAC)
Anpingen lieĂ sich der PI im cmd nicht, schonmal schlecht ^^
Es anwortete zwar was aber das war mein Druckerserver ^^
EDIT 2
OK jetzt lÀsst er sich anpingen !
NMAP Bericht :
Starting Nmap 7.00 ( https://nmap.org ) at 2015-12-02 19:59 MitteleuropÀische Zeit
Nmap scan report for unknownE8DE27055D77 (192.168.1.2)
Host is up (0.036s latency).
PORT STATE SERVICE VERSION
1470/tcp open ssh OpenSSH 6.0p1 Debian 4+deb7u2 (protocol 2.0)
MAC Address: E8:DE:27:05:5D:77 (Tp-link Technologies)
Service Info: OS: Linux; CPE: cpe:/o:linux:linux_kernel
Service detection performed. Please report any incorrect results at https://nmap.org/submit/ .
Nmap done: 1 IP address (1 host up) scanned in 5.76 seconds
Sollte also gehen ??? Macht er aber nicht :/
Hallo schade das es keine Edit funktion gibt
Ich glaube der Fehler ist gefunden
Hatte auf Port 1470 den SSH fĂŒr Putty
Habe jetzt den Port 8081 in der motion.conf eingegeben und den
im Router als HTTP (TCP) freigegeben
jetzt bekomme ich folgende Meldung auf NMap
Starting Nmap 7.00 ( https://nmap.org ) at 2015-12-02 20:37 MitteleuropÀische Zeit
Nmap scan report for unknownE8DE27055D77 (192.168.1.2)
Host is up (0.074s latency).
PORT STATE SERVICE VERSION
8081/tcp closed blackice-icecap
MAC Address: E8:DE:27:05:5D:77 (Tp-link Technologies)
Service detection performed. Please report any incorrect results at https://nmap.org/submit/ .
Nmap done: 1 IP address (1 host up) scanned in 1.88 seconds
Ich kann damit leider wenig anfangen đ